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Kreisky

4. Juni 2009 · Keine Kommentare

Wenn man schon im Rhythmus bestimmter Lieder des gleichen Albums träumt und dann dazu aufwacht, wird es bedenklich: möglicherweise hab ich Kreisky zu oft gehört in den letzten Tagen (”Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld“).
kreiskyInsbesondere “Dow Jones” (Wann kommen wir endlich heim?) und “Asthma” (Du wirst es nicht glauben, aber seit du weg bist, ist mein Asthma so gut wie verschwunden), aber auch “Glitzer” (Zuerst waren wir noch König und Königin von Bibione) wirft mich um.
“Die dummen Schweine” ist für mich allerdings ob seiner Mysogynie fast unhörbar, wobei das Verhältnis des Autors zu den Frauen eh irgendwie unreif wirkt – das ist beängstigend und faszinierend zugleich: soviel Energie, wie diese persönlichen Disharmonien generieren, kann nicht gleichgültig lassen.

Und dann denk ich an den Aufritt, den wir nur zufällig in Erwartung von Kettcar gesehen haben, “Die Band heisst Kreisky” hieß es, und dann ging es los, 4 Typen in dunklen Anzügen spielten ihr ureigenes Zeug, ohne Rücksicht auf irgendwen, am wenigsten sich selbst. Der Sänger exaltiert wie Falco anno dazumal, verrenkte seine Hände, zuckte und gab sich seinem geifernden Zynimus hin – genial. Umso erstaunlicher, wie wir ihn dann im Radio bei einem Iterview hörten: klang völlig normal, wie so ein netter Nachbar.
Also nochmal: faszinierend.
Und kann man so eine Band überhaupt zu oft hören?

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Kategorien: Leute · Musik