Bern erreicht man von Wien aus am besten per Flieger nach Zürich und von dort weiter mit einem der halbstündlich verkehrenden Direktzüge. Und wenn man nie gedacht hätte, dass die Schweiz neben der klischeehaft schönen Natur, soliden Taschenmessern und genauen Uhren auch spannende urbane Räume zu bieten hat, so wird man von Bern mehr als positiv überrascht sein.
Die Altstadt, die offensichtlich keinen Krieg erlebt hat, und sich wie seit jeher vorgesehen in eine Schlinge der grünen Aare schmiegt, wird von Trams und O-Bussen befahren, die sich gegenseitig gern die Vorfahrt lassen, die FußgängerInnen aber nicht ungern per scharfem Klingelgeräusch zur Räson rufen!
Aber das ist auch schon die einzige Gefahr, der man sich aussetzt. Alles andere ist schön, teuer, schmeckt gut, riecht gut, sieht wunderbar aus und wird mit witzigen Worten beschrieben (ich sage nur: Kücheli, Kipferli, Nüssli). Der Kaffee italienisch, die Küche französisch, das Gold heimisch. Und alles, sogar der Humor, mit angemessenem Understatement dargebracht, Großzügigkeit in ihrer angenehmsten Form.
Selten wo so zuhause gefühlt.
Bern, CH
23. Januar 2009 · 2 Kommentare
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2 Antworten bis jetzt ↓
1 Jann // 26. Januar 2009 at 22:27
A city with much to recommend it; historic significance, the beauty of nature, fine shops, good food, relaxing atmosphere …what else could one ask for when visiting Bern? Perhaps a bit more money to spend there…
2 Sandra // 28. Januar 2009 at 10:34
Hier gibts inzwischen ein paar Fotos: http://www.flickr.com/photos/elucid/tags/bern/