Die U4 rast dahin, schnell für ihre Verhältnisse.
Alle Fahrgäste sitzen stumm. Niemand drängt noch zur Tür,
nur wenige wählten dieses Fahrziel.
Es holpert ein wenig, Graffitis blitzen auf: rot, grün, neon.
Hinweisschilder für Mitreisende spiegeln sich in den Scheiben.
Das Wetter ist leidlich. Die Wien taucht auf: schmal, trüb,
führt sie kaum Wasser in dem überdimensionierten Becken.
Fast unbemerkt sind wir nach Penzing gerattert, die Endstation ist da.
Alle aussteigen, heisst es, und im Abendlicht zerstreuen sich die 
zufällig Versammelten in der Bahnhofshalle, den Gängen.
In den Feierabend. Zum Fernseher. In die Kneipe.
(Das Original findet sich hier:
Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht)