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Holz mit Löchern

11. Juli 2008 · Keine Kommentare

Korbuly-Parte

Matador gehört meiner Meinung ja zum genialsten Spielzeug, das es gibt. Es mag ja sein, dass dieses Technikspielzeug, wo man aus kleinen Teilen irgendwelche Maschinen zusammenbaut, ursächlich daran Schuld sind, dass Männergehirne anders funktionieren als Frauengehirne (weil Buben eben von klein auf mit diesem Zeug spielen und daher auf wie-funktioniert-das, was-passiert-wenn-ich-das-zerlege und so Sachen getrimmt werden), aber trotzdem ist das Prinzip, dass man Holzteile mit Löchern nimmt und diese mit kleinen Holzstiften zu etwas größerem Ganzen zusammenbaut.

Vor-Üben für die Ikea-Möbel, die man später einmal auf ähnliche Weise zusammenbaut oder so.

Und eben, Holz. Kein Plastik wie bei Lego oder Fischer-Technik. Das ist deshalb so, weil Matador zu einer Zeit erfunden wurde, als es Plastik noch gar nicht gab. Den Matador-Kasten, mit dem ich als Kind gespielt habe, habe ich von meinem Vater geerbt. Pädagogisch wertvoll, österreichisch und uralte Tradition - was will man mehr? Das Produkt hat sogar einen Firmenkonkurs und eine kurze Zeit im Besitz des Zeitungstycoons Kurt Falk überlebt, der Matador mit Plastikteilen ausstatten wollte, was aber schief ging.

Seit kurzem hängt am Fenster des Holzspielwarengeschäfts ums Eck ein Partezettel, in dem über den Tod von “Rudolf Korbuly, Enkel des Matador-Erfinders” informiert wird. Ihm und seinem Großvater sei hiermit ein Gedenk-Beitrag gewidmet.

Kategorien: Allgemeines · Einkaufen · Gebrauch

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