| “Es lebe das Leben”, aber es geht doch meist um den Tod. So oder so ähnlich scheint das Thema von Coldplay zu sein, mit allem Pathos, der ihnen eigen ist, und ich erinnere mich, dass das Lied, das ich 2004 nach einem Todesfall im Autorepeat sicher 30 Mal hintereinander hören musste, auch von Coldplay war (”Everything’s Not Lost”) Ich bilde mir ein, rauszuhören, dass mein alter Held Brian Eno die neue CD mitproduziert hat, das Hypnotische der Wiederholung ist auffällig stark und der Ohrwurm-Effekt macht durch öfteres Hören süchtig. Aber apropos Tod: Auf dem Album geht es u.a. um “Cemeteries Of London”, und “Lost” z.B. wurde beim Livekonzert am 16.6. in London “Brian and Marcus” gewidmet - “you saved our lives” (hörte ich gestern Abend auf FM4). Dann geht es erst richtig los: “Those who are dead are not dead, they are living in my head” (”42″). “Death And All Of His Friends”, der 2. Titel der CD, ist der 10. und Abschluss-Song, wie so oft ein Vehikel für die Nachricht, sich nicht zu sorgen und die Zeit für sich arbeiten zu lassen. Der Titelsong hingegen, mitten drin zwischen den anderen, kommt auf Streicherfüßen und steigert sich ins Leben hinein, und der Text gibt mir einen weiteren Schlüssel: der König ist tot, es lebe der König - nichts Geringeres als die Jahreszeiten des Werdens und Sterbens werden hier thematisiert. Schön. [Ein Klick auf “Media Player” startet übrigens die Musikwiedergabe]—>>> |
Coldplay - “Viva La Vida”
26. Juni 2008 · Keine Kommentare
Kategorien: Musik
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