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Rezensionen und Ereiferungen

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Vienna City Marathon

27. April 2008 · Keine Kommentare

Beim heutigen 25. Wiener Stadtmarathon starteten um 9 Uhr die ersten LäuferInnen in Transdanubien. Als R. und ich gegen 11 Uhr bei der Friedensbrücke den Strom der sehnigen Damen und Herren kreuzten, waren diese schon die Hälfte der Strecke unterwegs, und der Sieger stand bereits fest: Der 25jährige Kenianer Abel Kirui mit einem neuen Rekord von 2:07:38.
Die Laufstrecke teilte die Stadt in einen äußeren, genervten, weil umgeleiteten Verkehrs- und einen ruhigen, teilweise gespenstisch auto- und lärmlosen inneren Teil. Wir spazierten erstmal Richtung Schwedenplatz, gönnten uns Kaffee und (das erste heurige) Eis, philosophierten über Endorphine und sonstige Kicks und tauchten dann in den Trubel des Zielbereichs am Heldenplatz ein.
Der Lärm dort machte sinnvolle Unterhaltung unmöglich, und das wäre auch kontraproduktiv gewesen, waren doch die eintrudelnden LäuferInnen hier das Hauptthema, angefeuert von Pop-Evergreens (Sting!) in höchster Lautstärke und einem übergewichtigen Moderator-Heini, der von Ö3 entlaufen zu sein schien, seiner aufgesetzt guten Laune nach zu schliessen. Naja, er meinte es gut. Alle meinten sie es gut, auch der liebe ziemlich alkoholisierte junge Mann, der mir beim Klettern über eine Sperre behilflich war.
Der Heldenplatz war also teils Triumphstätte, teils auch Lazarett, an jeder Ecke lag zumindest ein fertiger Läufer herum, dazwischen stapelten sich leere Plastikflaschen zu Hügeln und Bananenschalen säumten den Weg. Zwischen all den Schaulustigen legten Freunde und Verwandte langsam ihre “Lauf-Birgit-bzw.-Toni”-Schilder ab und kleine Gruppen stolzer MedailleträgerInnen setzten sich zum Feiern ab.
Es war ein Tag der guten Laune, des Großeinsatzes von SportlerInnen, Hilfs- und Einsatzkräften, ein sonniger Sonntag der erhitzten Gesichter.
Und nachher hatten wir wirklich großen Hunger!

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