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Rezensionen und Ereiferungen

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Burnout-Prävention

18. April 2008 · 3 Kommentare

Gestern wäre ich beinahe zu einer Buchpräsentation gegangen (”Coaching am Rande des Burnout”).
D.h. gegangen bin ich, gesehen und gehört hab ich sie dann doch nicht. Sie fand im geschichtsträchtigen Haus der Industrie statt, das derzeit wie ein segelndes Monty Python-Piraten-Haus aus “The Crimson Permanent Assurance” (watch it on YouTube!), daherkommt, komplett mit sich bauschender Textilverkleidung über der Fassade. Innen ist es einerseits kuschelig-holztäfelig-marmorig-tapetig, der Vortragssaal hingegen dann supermodern-stylisch-funktionell. Tja, und warum gerade hier, und die Antwort war, weil ja hauptsächlich Privatfirmen vom Burn-Out betroffen sind, und das wäre eben genau der Ort hier, die Verantwortlichen und Leidtragenden anzusprechen. Ich verkniff mir die Bemerkung, dass Non-Profit-Organisationen mit ihren mangelhaften Management-Strukturen und unklaren Kompetenzverteilungen, gepaart mit traditionell schlechtem Gehalt, viel Burn-Out-gefährdeter sein mögen, denn NPOs können sich ja leider dann auch Bücher und Coachings nicht leisten und sind hier nicht wirklich die Zielgruppe, nicht wahr.
Unsere fehlende Identifikation mit der Zielgruppe war wohl auch der Grund, dass wir den Vortrag dann doch übersprungen und gleich nach Hause abgedreht haben, aber nicht, ohne vorher noch ausgiebig Pater-Noster zu fahren (den einzigen anderen kenn ich nur aus dem NIG, falls es ihn noch gibt).

Kategorien: Lesen

3 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Christian_N // 29. April 2008 at 08:59

    Tja, leider gibt es den NIG-Pater-Noster nicht mehr. Irgendwann im Sommer oder Herbst 2007 wurde stattdessen ein stinknormaler Lift mit selbstschließenden Türen und blinkenden Knöpfen eingebaut.
    –Schade

    Wenns im Haus der Industrie noch einen gibt, sollten alle, die es noch nie probiert haben, einmal eine ganze Runde damit fahren – man/frau steht dann nicht Kopf, es ist nur kurz finster, bevor man auf der anderen Seite wieder (ganz gerade aufrecht) in der selben Kabine in die andere Richtung weiterfährt.
    – ein Muss

  • 2 Thomas J. Nagy // 30. April 2008 at 08:25

    Schade, dass Sie nicht da geblieben sind, denn Ihr Beitrag über die NPOs ist wichtig. Ich bin einer der Co-Autoren und habe das Buch für alle geschrieben, die in Gefahr sind auszubrennen.

    Sie sprechen aber auch ein großes gesellschaftliches Problem an: Geld regiert die Welt … oder auch nicht. Was Burnout betrifft, so sollte im Sozialwesen überlegt werden, wie prophylaktisch Informationen und Programme finanziert werden könnten, denn wenn jemand mit Burnout ausfällt, dann ist er/sie oft monatelang außer Gefecht, was ein Vielfaches kostet.

  • 3 Sandra // 30. April 2008 at 18:04

    Lieber Herr Nagy,
    danke für die Rückmeldung zu meinem Eintrag!
    Wäre interessant zu erfahren, wie Ihre PR-Strategie im NPO-Bereich aussieht – dann kommen wir gerne zu Ihrer Präsentation :-)