Alle Welt blickt nach Österreich, die internationalen Medien belagern ein Familienhaus in Amstetten, und die zufälligen Nachbarn werden zu Ignoranten gestempelt und müssen sich rechtfertigen, warum sie nicht gemerkt haben, dass ihr Nachbar seit Jahrzehnten seine Tochter als persönliche Sklavin im Keller gefangen hält. 
Es ist fast so peinlich wie vor Jahren mit Waldheim. Kaum ein internationales Forum, in dem man nicht auf den Gurkenkönig angesprochen worden ist. Damals konnte man sich Passeinbände kaufen mit dem Aufdruck “I didn’t vote for him.” (Amerikaner kennen das spätestens seit Bush, und das Internet half einigen dabei, sich von den Wiederwahlen zu distanzieren.)
Momentan könnte man die Parole ausgeben: “I don’t even know where Amstetten is!”
1 Antwort bis jetzt ↓
1 Jann // 30. April 2008 at 22:21
Es scheint mir, dass die Medien Berichterstattung der Ereignisse weniger professionell und mehr zu Sensationsgier, zu einem extremen und unannehmbaren Grad, wird. Zum Beispiel, letzter September, als ich eine Woche lang in New Hampshire war, hörte ich auf CNN, Stunde nach Stunde, den Rede und Spekulation über O J Simpsons jüngste Verhaftung, und nicht viel anderes.
Ich dachte zu mir sarkastisch, dass es von dem Rest der Welt nett war, während dieser ganzen Woche, still zu stehen!
Kommentieren!