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Rezensionen und Ereiferungen

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AIDA Stephansplatz

25. April 2008 · 3 Kommentare

Aida KuchenthekeEines meiner Lieblingsthemen ist die Aida, eine rosa Kaffehaus-Kette, altmodisch, ohne Selbstbedienung nämlich, und noch altmodischer betreffend Design und Ausstattung. In den über 20 Filialen in Wien gibt’s die gleichen herrlichen Mehlspeisen, guten Kaffee und - so dachte ich bisher - sehr freundliche Kellnerinnen. Zum Eindruck, dass sie irgendwie gleich sind, wird man vermutlich durch die rosa Hauskleider verführt, und wirkliche Wohnzimmeratmosphäre entwickelt sich möglicherweise auch nur in den Filialen, die zu diesem Flair durch die immer gleiche Kundschaft beitragen, die täglich zu festen Zeiten die Frau Gabi oder Frau Britt nach der neuen Frisur befragt.Aida aus dem ersten Stock
Jedenfalls, letztes Wochenende in der Filiale am Stephansplatz, die ja mit zu meinen Lieblings-Aidas gehört, musste ich miterleben, wie rüde die rosa Damen einerseits miteinander, andererseits tatsächlich auch mit den Kunden (namentlich einer Gruppe englischsprachiger Besucher, die mindestens 10 Torten bestellt hatten) umgingen! Da wird der Mund verzogen, schnippische Antwort gegeben, wer’s versteht, und wer’s nicht versteht (die Reisegruppe) wird mit immer lauter werdenden “Gestatten, bitte!” aus dem Weg geräumt und fürderhin ignoriert. Ich bin entsetzt.
Aber vielleicht heisst das auch, dass das Wohnzimmer-Konzept in einem stark wechselnden Umfeld nicht funktioniert, und hier, wo so viele Touristen hereinstapfen, dass man schon am Klo eine Dame abgestellt hat, die die Kassenbons kontrolliert und sonst abkassiert, vielleicht wäre hier ein Selbstbedienungs-Lokal doch nervenschonender für alle…

Kategorien: Essen + Trinken

3 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Sandra // 26. April 2008 at 18:13

    Mehr über die Aida findet sich auch im alten Blog:
    http://zimmermitaussicht.blogspot.com/search?q=aida

  • 2 Jann // 27. April 2008 at 18:55

    Vor siebzehn Monaten, als ich in Wien war, kaufte ich bei der Aida in der Mariahilferstrasse, ein Stück Himbeertorte. Es war sehr köstlich, und nicht zu süss, wie Nachtische oft in Amerika sind.

    Gibt es in Wien, kein “Nehmen Sie bitte eine Zahl (number)” System? Jedermann wartet geduldig und ruhig bis die Kellnerin seine Zahl gerufen hat. Hier funktioniert das gut, und niemand ignoriert oder unhöflich behandelt wird.

  • 3 Sandra // 28. April 2008 at 19:04

    “Nehmen Sie eine Zahl” kenn ich in Wien nur von Ämtern. Ich hab es aber in Spanien erlebt, es hilft sehr an Theken, wenn man nicht weiss, wo der strategisch günstigste Platz ist.

    Aber das Problem, dass man gern wissen möchte, woraus die Torten sind, und keine Antwort bekommt, weil man nicht verstanden wird, oder dass 4 Kaffee statt 3 gerechnet wurden… da würden die Zahlen auch nicht helfen, glaub ich.

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